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Als Gläubiger unter Ungläubigen, ohne Vorschusslorbeeren, manchmal benachteiligt und dann endlich siegreich. Die Geschichte von Kaleb in der Wüste sei ein treffendes Bild für die Erlösung der Christen, so Stammapostel Schneider.
Am Montagabend, 19. März 2018, feierte Stammapostel Jean-Luc Schneider einen zweiten Gottesdienst auf seiner Südamerika-Reise. 2000 Gläubige kamen in einem Konferenzzentrum in Rosario (Argentinien) zusammen, 300 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt Buenos Aires entfernt. Für seine Predigt wählte Stammapostel Schneider das Wort aus 4. Mose 14,24: „Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen.“
Zunächst schilderte der Stammapostel den historischen Zusammenhang: Gott führte sein Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft und leitete es zum verheißenen Land. Zwölf Kundschafter erforschten das Land und bestätigten dessen Reichtum. Bis auf die beiden Kundschafter Josua und Kaleb resignierten alle vor der Stärke der Einwohner und dem Vorhandensein von Befestigungsanlagen. Kaleb vertraute auf Gottes Hilfe und erhielt die Zusage, das Land als Erbe zu erhalten.
Aber Kaleb erhielt das Land nicht direkt. „Gott sagte nicht: ‚Du bist der Gläubige, trete ein!‘ Nein, Kaleb hatte dem Volk Israel zu folgen und verbrachte 40 Jahre in der Wüste“, machte der Kirchenleiter deutlich. Gott leitete das Volk, versorgte es mit Nahrung und Kleidung. Erst nachdem er fünf Jahre lang neben Josua gekämpft hatte, um das verheißene Land zu erobern, sah Kaleb endlich die Erfüllung der ihm gegebenen Verheißung verwirklicht. Gott gewährte ihm das Gebiet, das er fünfundvierzig Jahre zuvor erforscht hatte. Um es in Besitz zu nehmen, musste Kaleb selbst noch einen weiteren Kampf führen.
Gott hat die Menschen durch das Opfer Jesu Christi von der Herrschaft der Sünde befreit, „um uns in sein Reich zu führen“, erklärte Stammapostel Schneider. „Um das Reich Gottes einzunehmen, gelte es, Jesus nachzufolgen und einige Regeln einzuhalten“, so das geistliche Oberhaupt. „Wir müssen gegen die Sünde kämpfen und die Gebote Gottes halten.“ Der Böse wolle einreden, dass Gott von den Menschen unmögliche Dinge fordert. Die Christen sollen wie Kaleb Gott vertrauen und ihm die Treue halten.
Bis zum künftigen Reich Gottes leitet Gott die Gläubigen. Er versorge die Gläubigen mit einer geistlichen Speise. Noch eine weitere Gemeinsamkeit erkennt Stammapostel Schneider: „Gott schaut nicht auf dich oder auf dich und sagt: ‚Du bist so gläubig, du kannst jetzt direkt in das Reich Gottes eintreten.“ Wie Kaleb hätten die Gläubigen „auf den Tag der Wiederkunft Jesu Christi“ zu warten.
Um in das Reich Gottes einzugehen, bedürfe es auch heute persönlicher Kämpfe. „Von Zeit zu Zeit sagt uns Gott: ‚Jetzt hast du einen weiteren, ganz persönlichen Kampf zu kämpfen.“
Stammapostel Schneider: „Lasst uns nicht entrüstet sein, wenn Gott uns bittet, einen weiteren Kampf zu führen! Lasst uns die Herausforderung annehmen! Mit der Hilfe Gottes werden wir den Sieg davontragen!“ Gott habe Kaleb geholfen, und er helfe auch heute den Gläubigen, die ihm vertrauen.
Korrektur 25.04.2018, 21.35 Uhr: In der ersten Version des Artikels hieß es: „Und dann musste Kaleb weitere fünf Jahre kämpfen, bis er – mit Gottes Hilfe – die furchterregenden Krieger besiegen konnte.“ Das ist falsch. Der letzte Satz im dritten Absatz wurde durch „Erst nachdem er fünf Jahre lang neben Josua gekämpft hatte …“ ersetzt.