141015
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Drei Verheißungen hat Gott den Gläubigen gegeben. Doch die Realität scheint anders auszusehen. Wie man die Hoffnung doch nicht aufgibt und worauf sie fußt – Erklärungen aus einem Gottesdienst mit dem Stammapostel.
„Wir wünschen aber, dass jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.“ – Dieses Bibelwort aus Hebräer 6,11.12 bestimmte den Gottesdienst am 5. Juli in Ulan-Bator (Mongolei).
Der Autor des Hebräerbriefes bezieht sich dabei auf Abraham, dessen Frau Sara ihm hochbetagt doch noch einen Sohn gebar. „Die Verheißung Gottes hat sich wortwörtlich erfüllt, weil Abraham im Glauben und in der Geduld geblieben ist“, erläuterte Stammapostel Jean-Luc Schneider.
„Was hat uns Gott verheißen?“, fragte der Kirchenleiter. Die Antwort:
„Das sind diese drei großen Verheißungen, die uns gegeben sind.“ Allerdings – die Realität scheine ganz anders auszusehen: „Wir sehen wie mächtig das Böse ist.“ – „Jahrhunderte sind vergangen und Jesus ist immer noch nicht gekommen.“ – Und nur eine Minderheit nehme die Apostel an.
„Da könnte man schon den Mut verlieren. ,Was nützt es Gutes zu tun, das Böse triumphiert ja doch“, skizzierte der Stammapostel mögliche Gedanken. „Vielleicht ist das Kommen des Reiches Gottes nur symbolisch zu verstehen.“ Und: „Naja, so erfolgreich sind die Apostel ja nicht.“ Allerdings: „So kann man die Hoffnung aufgeben und träge werden.“
„Wir wollen an der Hoffnung festhalten“, so der Appell. Denn die Hoffnung gründe auf einem festen Fundament:
„Lasst uns immer eifrig sein“, stellte Stammapostel Schneider die Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi in den Mittelpunkt:
„Das Zeichen dafür, dass Jesus Christus mit seinen Aposteln ist, ist nicht die Zahl seiner Jünger, sondern die geistliche Entwicklung der Gemeinde. Das ist der lesbare Brief der Apostel der heutigen Zeit: die Liebe, die Vergebung und die Einheit der Kinder Gottes.“
Das Fazit des Stammapostels: „Jesus Christus hat versprochen, uns vom Bösen zu befreien, wiederzukommen, um uns zu sich zu nehmen, und bis zum Ende mit seinen Aposteln zu sein. Wir bleiben fest in unserer Hoffnung, indem wir im Kampf gegen die Sünde beharrlich bleiben, die Gemeinschaft mit Gott suchen und das Apostolat unterstützen.“