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Die großen Gebietskirchen haben ihre Hausaufgaben gemacht – und gute Noten bekommen. Erste Ergebnisse in Sachen „Good Governance“ liegen jetzt der internationalen Kirchenleitung vor: worum es dabei geht und wofür es gut ist.
„Keine größeren, systematischen Governance-Probleme festgestellt“ – So lautete das Ergebnis einer ersten Runde beim Self-Assement. Momentmal?! Self-Was? Gover-Wer?
Auch eine Kirche braucht weltliche Strukturen, um gemeinsames Glaubensleben zu ermöglichen. So ist auch die Neuapostolische Kirche International (NAKI) mit Sitz in Zürich strukturiert: einerseits die Bezirksapostelversammlung mit geistlichem Schwerpunkt und andererseits die Delegiertenversammlung für Organisationsfragen.
Und so befassten sich die Vertreter aller Bezirksapostelbereiche im Rahmen der Pfingstversammlung in Zürich (Schweiz) am vergangenen Freitag mit dem Thema „Good Governance“. Dabei geht es um die Einhaltung bestimmter Prinzipien zur Führung, Entscheidungsfindung und Kommunikation von Informationen in den Gebietskirchen.
Entsprechende Richtlinien hatte die Delegiertenversammlung vor einem Jahr in Kapstadt (Südafrika) verabschiedet: Im Zentrum stehen dabei zehn Prinzipien:
Damit hatten die Bezirksapostelbereiche ihre Hausaufgaben: Sie mussten ein ganzes Paket an Fragen beantworten, die sich aus den Prinzipien und ihren weiterführenden Richtlinien ergeben. Gefragt waren die Vorstandsgremien der führenden Gebietskirchen. Sie beantworteten die Fragen für sich und für jene weiteren Gebietskirchen, die sie organisatorisch betreuen.
Das Ergebnis: Es konnten bislang keinerlei schwerwiegende systemische Mängel festgestellt werden. Die Befragung wird weiter analysiert und bestehender Optimierungsbedarf soll angegangen werden. Derweil geht die Selbstkontrolle in eine zweite Runde. Nach den größeren Gebietskirchen nehmen sich die Bezirksapostelbereiche jetzt die kleineren Gebietskirchen vor.
NAKI hatte im eigenen Haus mit entsprechenden Maßnahmen angefangen. So hatten die jüngsten Statuten die Entscheidungsbefugnisse des Stammapostels in Finanzfragen beschränkt und die darüberhinausgehende Verantwortung auf den neu geschaffenen Vorstand als Kollegialorgan übertragen.
Mit dem Thema „Good Governance“ setzt die Neuapostolische Kirche ihre kirchenstrategische Arbeit um internationale Standards fort. Dazu gehörten in vergangenen Jahren die Minimalanforderungen für den Betrieb von Gemeinde sowie die globale Risiko-Abschätzung für den Bestand von Gebietskirchen.
Einen Überblick über weitere Themen der Bezirksapostelversammlung gibt nak.org.